20. September 2017

Reiseapotheke für die Provinz Krabi in Thailand

Thailand hat eine langgestreckte Nord-Südausrichtung und reicht von den tropischen Wälder des Nordens bis in die traumhaften Küstenregionen des Südens. Entsprechend der Vegetation sind die Infektionsgefahren für spezifische Krankheiten nicht in allen Regionen gleich stark ausgebildet. Ferner gibt es unterschiedliche Vorsichtsmaßnahmen für Stadt- und Landgebiete, selbst innerhalb derselben Provinz. Wer sich auf die Reise macht sollte in jedem Fall eine gut ausgestattete Reiseapotheke mit sich führen um auf Nummer Sicher zu gehen.

Impfungen und Prophylaxen:
Grundsätzlich gibt es keine vorgeschriebenen Impfungen für Thailand. Dennoch sind besonders für den Besuch ländlicher Regionen einige empfehlenswert. Dazu gehören:
– Diphtherie,
– Hepatitis A sowie B,
– Japanische Enzephalitis,
– Polio,
– Tetanus,
– Tollwut und
– Typhus.

Geringe Gefahren bestehen für Malaria und die aviäre Influenza:
– Malaria spielt in Krabi nur eine untergeordnete Rolle und ist direkt in Küstenregionen sowie im Stadtgebiet praktisch nicht vorhanden.
– Die Vogelgrippe hingegen (aviäre Influenza) kommt in Thailand noch recht häufig vor. Eine Impfung gegen das Virus H5N1 ist zwar möglich, schützt jedoch nicht vor den neuen Virusstämmen. Regelmäßiges Händewaschen, kein direkter Kontakt zu Vögeln und der Verzehr von gekochtem Fleisch und Eiern lassen eine Impfung unnötig werden.

Mückenschutz:
Mücken übertragen in Thailand eine Reihe ansteckender Krankheiten wie das Dengue- und Chikungunya-Fieber, für die es keine Impfungen gibt. Weitere medizinische Hinweise für Thailand  bietet das Auswärtige Amt. Neben langer Kleidung und einem Moskitonetz gehören daher Anti-Mückensprays in jede Reiseapotheke. Repellentien, die Diethyltoluamid (DEET) enthalten, sind besonders wirkungsvoll, jedoch leider nicht für Kinder geeignet. Hier helfen ätherische Öle wie Teebaum- und Zitronellaöl auf der Haut in Kombination mit dem effektiven DEET- enthaltenen Repellentien auf Sonnenhüten, Schuhen usw. Gegen juckende Stiche wirkt ein Antihistamingel.

Durchfallerkrankungen und Sodbrennen:
In tropischen Regionen ist die Wasserqualität meist mangelhaft, sodass häufig Magenkrämpfe und Durchfallerkrankungen auftreten. Leitungswasser und Eiswürfel sollten daher prophylaktisch gemieden werden. Tritt dennoch der Erkrankungsfall ein, seien neben einer ausreichenden Flüssigkeitszufuhr, N-Butylscopolamin gegen Magenkrämpfe und Loperamid, Rifaximin (Xifaxan®) sowie Elektrolytpulver gegen Durchfall empfohlen. Mischen sich zu den Symptomen blutiger Stuhl und Fieber, ist unbedingt ein Arzt aufzusuchen.

Weniger dramatisch sind Sodbrennen und leichte Magenbeschwerden aufgrund der ungewohnten, oft scharfen Speisen. Hier helfen Kompensan®-, Maaloxan®- oder Iberogast®- Tabletten.

Kleinere Wunden:
Gerade im tropischen Klima können sich kleine Wunden schnell infizieren und eitern. Essentieller Bestandteil einer Reiseapotheke sind daher:
– ein Fieberthermometer,
– Verbands- sowie Heftpflaster,
– Desinfektionsmittel wie Neomycin-Gaze und Jod,
– Einmalhandschuhe, Pinzette und Verbandsschere,
– Mullbinden, Kompressen und Sicherheitsnadeln und
– eine Panthenol – Salbe.

Fieber und Schmerzen:
Fieber und Schmerzen müssen nicht immer auf eine ernsthafte Erkrankung hindeuten. Gegen geringe Beschwerden helfen:
– Acetylsalicylsäure
– Paracetamol oder
– Ibuprofen
Bei Stauchungen und Prellungen sind Heparin- oder Diclofenac- Salben schmerzlindernd.

Transport und Lagerung:
Transportiert werden die mitgeführten Medikamente beim Flug im Handgebäck. Diese sollten stets unter 25 °C aufbewahrt werden. Die Minibar des Hotels eignet sich im tropischen Klima Thailands am besten.

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